8th
AUPEO! Music Update: 8. Juli 2010
Nur noch zwei verbleibende Spiele bis zum Ende dessen, was für Fußball Fans sehr interessante Wochen gewesen sind (ein Team kämpf um den dritten Platz; warum in alles in der Welt tun sie das?) Das erscheint ein wenig harsch, zwei bereits enttäuschte Teams um den Erfolg eines dritten Platzes kämpfen zu lassen). Deshalb überlege lieber, was Du eigentlich getan hast, bevor Du angefangen hast nur vor der Flimmerkiste zu sitzen…und um wieviel schöner ist es doch, diese Leere mit ein wenig (oder ganz viel) fantastischer Musik zu füllen, über die wir glücklich sind, euch zu präsentieren! Für den Fall, dass wir Dich daran erinnern müssen; sie wartet für Dich in unserer New on AUPEO! AUPEO! Station!

Scissor Sisters - Night Work
Dem allgemeinen Anstand… ähm… geschuldet ist es wahrscheinlich das Beste, nicht weiter auf dem ausgelatschten Pfad bekannter Größen herumzutrampeln. Es ist nicht so, das die aktuelle Besetzung der Scissor Sister‘s – die durchaus interessant erscheinen könnte – irgendetwas mit der Entstehungsgeschichte des Bandnamen zu tun hätte… wir sollten an dieser Stelle vielleicht nicht zu weit ausholen und uns besser direkt dem neuen Album widmen. Night Work war geradezu eine Zusammenkunft aussergewöhnlicher Aufnahmen, bis sich Sänger Jake Shears dazu entschlossen hatte, 18 Monate Arbeit des letzten Jahres einfach wegzuwerfen, um anschliessend neu anzufangen. Er verschwand eine zeitlang von der Oberfläche, bevor er sich an das neue Material traute, das es jetzt bei uns zu hören gibt. Da fragten wir uns natürlich, wohin geht solch ein Künstler, der Inspiration, ungezügelte Kreativität und ein gesunde Portion Spaß sucht? Natürlich – nach Berlin! Die Auszeit hat sich offensichtlich gelohnt, denn nun sind wir froh den typischen Scissor Sister‘s-Sound aus Glamour/Alt/Disco/Electropop erneut genießen zu dürfen. Falls du noch nie etwas von den Scissor Sister‘s gehört haben solltest, hör dir das Album mit den straffen Pobacken an und alle deine Fragen sind geklärt. Zeit, um weiter Party zu machen!

Laurie Anderson - Homeland
Für lange Zeit wurde die Experimental Musikerin und Künstlerin Laurie Anderson als Kreativzentrum verstanden und geschätzt. Ein gewisser Velvet Underground Frontman hat ihre Arbeit stets bewundert – sie sind mittlerweile verheiratet. Beide sind, neben Mr. Kieran Hebden AKA Four Tet, auf dem Album Homeland von Avant-Garde-Größe John Zorn, zu hören. Auch wenn sie es eigentlich nicht nötig hat, wollen wir gern an dieser Stelle dazu einladen, ruhig mal ein Ohr zu riskieren, denn aus allen Ecken der Musikpresse – ob Mainstream oder Underground – hagelt es Lobgesänge. Die Los Angeles Times geht sogar soweit, dass Album als “…[not] so much an album as it is a poetic capturing of the still moments of a restless mind.”, was soviel bedeutet wie, „…es ist nicht wirklich ein Album, vielmehr eine poetische Eroberung stiller Momente ruheloser Gedanken“ zu bezeichnen. Interessiert?

Miley Cyrus - Can’t Be Tamed
Disney’s Hanna Montana ist zurück mit Ihren dritten Studio Album und es scheint, dass sie sich zu einem insgesamt runderen, erwachseneren Pop-Star entwickelt. Selbst das Cover sagt uns, dass der Teenie-Star Destiny Hope Cyrus (yep, so heißt sie wirklich) erwachsen geworden ist. Can’t Be Tamed ist eine Sammlung von der derzeitigen Pop- Szene inspirierten Dance Pop (Gaga und so), welches ziemlich respektable Kritiken erhalten hat. Interessanterweise ist Cyrus diesem Genre aber bereits entwachsen und sie sagt selber, dass Ihre Musik sie nicht mehr in der Weise inspiriert, wie sie es sollte. Ja, das wird wird dann wohl Ihr letztes “Pop” Album sein, welches schon die zukünftigere rockigere Richtung andeutet. Nehmt Euch in Acht…aber in der Zwischenzeit, genießt den Pop Sound von Cyrus solange es ihn noch gibt.

The Roots - How I Got Over
Eine der am meist erwarteten Veröffentlichungen des, ähm, letzten Jahres How I got Over, sollte eigentlich im Juni 09’erscheinen, wurde aber aufgrund exsessiver Studioarbeit immer weiter nach hinten geschoben….nun, zumindest ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass ein Perfektionist am Werk war und wir sehr glücklich bestätigen zu können, dass sich das Warten gelohnt hat! The Roots haben die Welt des Hip-Hop’s in ihren 23 Jahren und mit ihren 9 Alben regelrecht verändert. Sie werden von so jedem bewundert, unabhängig ob man Hip-Hop mag oder nicht. Ahmir „?uestlove“ Thompson und Co. haben im wahrsten Sinne des Wortes mit so jedem gespielt und sind seit kurzem die Hausband der Jimmy Fallon Show, was mit Sicherheit ein ziemlich beeindruckender Auftritt sein muss. How I got Over präsentiert sehr viele erstaunliche Gäste und wir vermuten mal, dass die Leute überaus gewillt sind alles dafür zu tun, um mit dieser Band zusammen zu arbeiten. Unser Favorit ist allerdings das düstere und bewegende Dear God 2.0, eine Nachbearbeitung des Monsters of Folk Original. Unglaublich. Und das Video kann sich auch sehen lassen…

Monrose - Ladylike
Eine zunehmend alltägliche Besonderheit des modernen Pop, ist das Phänomen, dass ein Künstler mit Hilfe einer sogenannten TV Talent Show zum sofortigen Ruhm katapultiert wird. Ob Dir das gefällt oder nicht, aber man kann nicht verneinen, dass es hin und wieder wirklich talentierte Sänger (und auch andere Künstler) gibt, die unsere Aufmerksamkeit erregt haben und die wir nicht kennen würden, wenn sie nicht genau bei einer solchen Show aufgetreten wären! Monrose, die 2006 in ebenso einer Show gegründet wurden, viele Acts dieser Art und bis zum heutigen Zeitpunkt vier Alben herausgebracht haben, verkauften mehr als 1 Millionen Alben – weltweit. Nach einer kleinen Pause folgt das Album Ladylike mit der Hit Single Like a Lady.

Herbaliser - Herbal Tonic
Die britische Jazz/Funk/Hip-Hop Band The Herbaliser, gibt es schon eine geraume Weile, in den späten 90gern waren sie ein fester Bestandteil des Nina Tune Sound. Herbal Tonic ist ein retrospectives „Best of“, aber nicht zurückschrecken – wie wir habt ihr womöglich nur vergessen wie definierend ihr Sound wirklich gewesen ist und wenn ihr jemals das Glück hattet, eine Live-Show zu sehen, wisst ihr, dass diese Jungs ihr Handwerk wirklich verstehen. Wir haben außerdem vergessen, mit welch‘ großartigen Künstlern sie in der Vergangenheit zusammen gearbeitet haben – gefeatured auf diesem Album sind MF Doom und Roots Manuva, und viele mehr. Und es sind nicht alles nur alte Sachen – es gibt auch einige unveröffentlichte Stücke.
Wenn das nicht genug war um Deinen Durst zu stillen - ganz ehrlich - wir wären begeistert nach dieser schmackhaften Auswahl, haben wir ungeachtet dessen, noch immer was in petto und wir reden hier nicht von einer Kiste mit Vuvuzelas. Nein, es gibt eine ganze Menge an neuen Sachen, die ständig reinkommen und hier bekommt ihr noch eine weitere kleine Auswahl dessen, was uns durch’s Büro tanzen lässt, wie ein Pulk holländischer Fußball Fans.
Katy Perry - California Gurls (feat. Snoop Dogg)
Robert Hood - Omega
The Morning Benders - Big Echo
Stars - The Five Ghosts
We Are The Fallen - Tear The World Down
Plan B - The Defamation of Strickland Banks
Hot Hot Heat - Future Breeds
Imperial State Electric - Imperial State Electric
Allo Darlin’ - Allo Darlin’
Hanson - Shout It Out
Tiefshwarz - Chocolate
We Are Scientists - Barbara
Pocahaunted - Make It Real
Ty - Special Kind of Cool
8Ball & MJG - Ten Toes Down

















